Die Gaskosten lassen sich am einfachsten reduzieren, indem man einen Gaspreisvergleich der verschiedenen Gasanbieter durchführt. Hier kommt zutage, welches der günstigste Anbieter ist. Hat man den entsprechenden Anbieter gefunden, kann man unkompliziert und kostenfrei wechseln. Dabei sind nicht nur die Gaskosten wichtig, sondern auch weitere Vertragsbestandteile, wie Laufzeit, Preisbindung, Vorauskasse und weitere Details.

Hat man den günstigsten und zuverlässigsten Gasanbieter gefunden, können einfache Maßnahmen für eine Reduzierung der Gaskosten sorgen. Bei den Heizungsanlagen, die mit Gas betrieben werden, gibt es einige Regeln, die man beachten sollte, um den Gasverbrauch zu senken. Räume müssen beispielsweise nicht überheizt werden, da die Mehrheit der Menschen normalerweise eine Raumtemperatur von 21 °C als angenehm empfindet. Eine Nachtabsenkung auf niedrigere Temperaturen fördert den Schlaf und hilft gleichzeitig, Heizkosten zu sparen.

Werden Wohnräume längere Zeit verlassen, beispielsweise während des Arbeitstages oder eines Urlaubs ist eine Absenkung der Temperatur in den Räumen ebenfalls zu empfehlen. Für das Bad wird eine Zeitsteuerung der Heizung empfohlen. Dadurch erhöht sich der Komfort und die Kosten des Gasverbrauches sinken. Das Bad braucht in der Nacht keine Wohlfühltemperatur, also übernimmt die Zeitsteuerung den rechtzeitigen Start des Heizens nach Wunsch und die entsprechende Absenkung der Raumtemperatur, wenn der Bedarf gedeckt ist oder wenn das Badezimmer längere Zeit unbenutzt bleibt. Dieser Heizzyklus kann früh und abends erfolgen.

Wird die Raumtemperatur um nur 1 °C vermindert, sinken die Heizkosten um ca. 6 Prozent. Bei einer Nachtabsenkung der Raumtemperatur von 22 °C auf 19 °C, würde dies einer Energieeinsparung von rund 18 Prozent entsprechen. Natürlich ist ein weiteres Absenken der Raumtemperatur möglich. Wird allerdings die Temperatur von 15 °C unterschritten, würden sich Wände und Böden mehr als nötig auskühlen. Beheizt man dann den Raum erneut, bräuchte man sehr viel Heizenergie, damit wieder eine angenehme Raumtemperatur erreicht wird.

Das richtige Lüften ist ein wichtiger Punkt, wenn es darum geht, den Gasverbrauch und die damit verbundenen Kosten zu reduzieren. Natürlich ist es notwendig, die Räume von Zeit zu Zeit mit frischer Luft zu versorgen. Man sollte allerdings die Fenster nicht für längere Zeit in der Kippstellung geöffnet lassen. Außerdem ist beim Lüften darauf zu achten, dass die Heizung abgedreht ist. Sinnvoll ist das so genannte Stoßlüften. Hierbei wird das Fenster für 10 Minuten geöffnet, damit die verbrauchte Raumluft durch frische Luft ersetzt werden kann. Dabei wird die Heizung abgedreht. Wenn nur kurzzeitig gelüftet wird, bildet sich eine angenehme sauerstoffreiche Innenluft in den Räumen, ohne dass Wände und Böden übermäßig abkühlen.

Hat man Fensterläden oder Rollladen, dann ist das Schließen die Ergänzung zur Wärmedämmung, da geschlossene Läden isolieren. Die Wärme wird zurückgehalten und der Effekt durch das Fensterglas, welches am Besten doppelt in einem voll isolierten Kunststoffrahmen eingebaut ist, verstärkt. Ältere und möglicherweise undichte Fenster verursachen einen schnellen Verlust der Wärme. Hier reduzieren die geschlossenen Rollläden die Zugluft und helfen dadurch, den Wärmeverlust etwas zu kompensieren.

Heizkörper sollten nicht verkleidet, zugestellt oder abgedeckt werden. Vorhänge, Möbel oder Verkleidungen verhindern die freie Luftzirkulation. Erwärmte Luft sollte in den Raum frei abgegeben werden können, um für eine gute Luftzirkulation zu sorgen.

Weiterhin sind das regelmäßige Warten und Entlüften der Heizkörper wichtig. In Häusern mit mehreren Etagen betrifft es meist die oberen Stockwerke, dass sich Lufteinschlüsse in den Heizkörpern bilden. Hier sollte regelmäßig entlüftet werden, um eine gleichmäßige Erwärmung der Heizkörper sicherzustellen. Außerdem sollten die Heizungsanlage, und dabei vor allem die Gasbrenner, regelmäßig gewartet werden. Lagert sich Ruß ab, wird der Wirkungsgrad der gesamten Heizungsanlage schnell um 5 Prozent verschlechtert. Ebenso besteht diese Gefahr bei einem Brenner, der schlecht eingestellt ist. Eine regelmäßige Kontrolle und Einstellung des Brenners ist daher zu empfehlen. Die Wartungskosten sind gering im Vergleich zu den langfristig erreichbaren Ersparnissen beim Gasverbrauch.